Eine perfekte Wanderung beginnt bereits am Vortag mit der genauen Planung der Route und Vorbereitung der Ausrüstung.
Infobroschüren, Wanderkarten und Tourenführer in großer Auswahl sind im örtlichen Fachhandel oder in den Tourismusbüros Kleinwalsertal erhältlich. Meistens verfügen auch Ihre Gastgeber über diverses Kartenmaterial und geben gerne eigene Erfahrungen weiter. Geheimtipps zu besonders schönen Blickfenstern oder Hütten mit ausgefallenen Schmankerln sind immer interessant.
weiterlesen
1 Kommentar
kommentieren
Guten Morgen, Kleinwalsertal
Guten Morgen, Riezlern!
Das Tal der unzähligen Genüsse schläft noch, als ich selbst auf den Balkon hinaus trete und mir die Nacht aus den Augen reibe. Frische morgendliche Bergluft weht mir um die Nase und lässt mich im Nu hellwach sein. Fröhlicher Vogelgesang begrüßt den Tag. Das diffuse Licht der aufgehenden Sonne zaubert eine ganz besondere Stimmung, die einen einzigartigen Charme versprüht und mich tief durchatmen lässt. Der wolkenlose Himmel verspricht einen Traumtag mit himmlisch blau und golden sonnig. Es ist eine der schönsten Stunden des noch ganz jungen Tages.
Auch im Haus ist noch alles ruhig. Alle Gäste und auch die Hausherren schlafen noch. Leise schleiche ich nach unten, um mir aus der Zaubermaschine der wohlschmeckenden Heißgetränke einen frischen Kaffee zu holen. Zurück in meinem Zimmer, genieße ich diesen auf meinem Balkon mit Blick auf das geliebte Riezler Panorama. Während unten in der taufrischen Blumenwiese Hauskater Schnurri sich gerade selbst sein Frühstück fängt, beginnen meine Gedanken, frei zu werden und zu fliegen. Ich schließe die Augen. Vor meinem inneren Auge läuft nun Bild für Bild ein Film ab, der mich in meine ganz eigene Wohlfühlwelt entführt.
Am Tag sehe ich mich aktiv auf alpinen Pfaden an Fiderepass, Widderstein oder Muttelbergkopf. Entspannt und gemütlich geht es durch die ruhigen Seitentäler und über leichte Höhenwege.
In einer Wanderpause genieße ich gerne eine überaus schmackhafte Brotzeit, echte Walser Hüttenkost, auf einer der zahlreichen Alpen.
Meine heiß gelaufenen Füße kühle ich im kalten, klaren Bergwasser des gemütlich vor sich hin gurgelnden Gebirgsbaches.
Wenn mir nach Gar-Nichts-Tun und nur Umgebung genießen ist, besuche ich eine an exponierter Stelle aufgestellte einsame grüne Ruhebank. Während das Grün der Wiesen, Bäume und Sträucher beruhigend auf mich wirkt und sich mit dem Grau der starken Berge unter dem blauen Himmel vermischt, sitze ich einfach nur so da – still, entspannt, genüsslich und fern von jeglicher Aktivität. Kraft tanken, den Alltag vergessen, die Natur erleben und die Seele baumeln lassen ist das Motto – eben Erholung aus dem Vollen schöpfen!
Und am Abend?
Vielleicht mal ein Besuch im Casino? Mittwochs ist Damentag und wer weiß, wenn es Fortuna gut mit mir meint, gewinne ich möglicherweise meinen Urlaub im Kleinwalsertal zurück.
Oder ich genieße einfach nur in aller Stille den Abend bei einem Glas gutem österreichischem Wein oder Walser Sekt auf meinem Balkon mit Aussicht – mein Wellness-Programm für Herz und Seele.
Was werde ich heute unternehmen? Ich habe die Qual der Wahl und alle Möglichkeiten der Welt – denn im Kleinwalsertal ist für jedes Alter und jeden Geschmack etwas geboten.
Ja, so können sie aussehen, die schönsten Tage des Jahres im Kleinwalsertal. In wenigen Wochen ist es wieder soweit.
Ich freue mich auf Dich, mein geliebtes kleines Tal. Ich freue mich auf Euch, meine großen starken Berge. Ich brenne vor Ungeduld und kann es kaum mehr erwarten. Für mich ist es gerade die schönste Freude – Vorfreude pur – und mein ganz persönliches Licht am Ende eines langen Tunnels.
Das ist er – der Kleinwalsertaler Urlaubsgenuss!
Und wann kommen Sie? Wir sehen uns am Gipfel oder im Tal – ganz wie und wo Sie wollen.
Das Kleinwalsertal und seine Gastgeber freuen sich auf Sie!
weiterlesen
5 Kommentare
kommentierenIn früheren Zeiten gab es noch keinen Skipass aus Plastik wie heute, der für alle Liftanlagen des Tales seine Gültigkeit hat. Liftpässe waren die 5er, 10er oder 20er Karten, die an der Kasse gegen Bargeld gelöst werden mussten. Das war mit den dicken Handschuhen eine lästige Sache für die Skifahrer. Mühsam zogen sie Scheine und Münzen aus der Hosen- oder Anoraktasche, das Restgeld wanderte genauso kompliziert wieder in diese zurück. Das Schließen der Reißverschlüsse wurde dabei oft vergessen.
Das wussten wir Kinder am Ende des Winters sehr zu schätzen. Denn: Das Gute liegt oft so nah. Manche Münze und mancher Schein rutschte bei der Fahrt mit dem Skilift aus den Taschen und landete im Schnee – tiefgekühlt und immer wieder überschneit blieb das Geld bis in den Frühling konserviert.
weiterlesen
5 Kommentare
kommentierenDas Kleinwalsertal als Landschaft im Gebirge, beheimatet mit seinen vielseitigen Landschaftsstrukturen eine beachtliche Zahl an Vogelarten. Im Werk “Vögel im Kleinwalsertal” wurden 96 Arten als Brutvögel kartiert, weitere 24 zum Teil seltene Vögel als Durchzieher erwähnt. Dieses wunderbare Buch, welches vom Landschaftsschutz Kleinwalsertal herausgegeben wurde, habe ich vor wenigen Tagen als Geschenk bekommen… und bin begeistert! Mit noch offeneren Augen und Ohren bin ich auf meinen Spaziergängen unterwegs, habe oft schon nachgeschlagen, was ich gesehen und gehört habe.
weiterlesen
4 Kommentare
kommentierenDer Winter zieht sich Tag für Tag weiter in die Berge zurück, seine Zeit ist abgelaufen. Trotz des abwechslungsreichen Aprilwetters, ´mal Sonne, ´mal Regen und zwischendurch auch letzte Schneeflocken, ist der kraftvolle Frühling nicht mehr zu bremsen.
Die Natur im Kleinwalsertal erwacht und gibt deutliche Zeichen. Zarte Pflänzchen, Blumen, Gräser und Kräuter haben den Wettbewerb der Eitelkeiten schon längst eröffnet.
weiterlesen
3 Kommentare
kommentierenGenuss hat viele Gesichter. Seit Dezember tummeln sich Skifahrer, Snowboarder, Langläufer und Winterwanderer an, um und unter den Bergspitzen des Kleinwalsertals, so manches Gipfeltreffen hat stattgefunden in Schnee und Sonne. Noch bis einschließlich Sonntag (15.04.2012) ist Skibetrieb im Kleinwalsertal möglich.
weiterlesen
6 Kommentare
kommentierenHoch oben auf den Bergen kämpft der Winterkobold mit seinen Schneezwergen darum, dass alle Wintersportler so lange wie möglich weiter ihrer Leidenschaft frönen können. Die Bergbahnen garantieren in jedem Fall Skibetrieb bis Ostern. Noch sind die Bedingungen auf den Bergen gut – es liegt noch genug Schnee und die Schneezwerge geben sich große Mühe, Abfahrten noch immer zu ermöglichen.
weiterlesen
3 Kommentare
kommentieren“Traditionsbewusst” ist wohl die Eigenschaft welche meinen Vater, einen waschechten Walser, am besten beschreiben würde. “Temperamentvoll” passt zu meiner Mama, eine echte Oberallgäuerin. Beiden Elternteilen war “Ihr” Dialekt sehr wichtig, dies erklärt heute wahrscheinlich auch den eigentümlichen Mix meines Dialekts, dem man weder die eine noch die andere Herkunft zuschreiben kann.
Über die unterschiedlichen Sprechweisen meiner Eltern musste ich oft schmunzeln, mein Papa sprach z.B. über “hängera/ gmüatle/ ogschikt” und meine Mama über “huigarte/ diege/ gischplig,” (rege Unterhaltung/ gemütlich/ ungeschickt).
Mit steter Mühe versuchte mein Papa meinen Geschwistern und mir den Walser Dialekt nahezubringen.
weiterlesen
4 Kommentare
kommentierenWas ist ein “Frühlingsgefühl”?
Ein jeder empfindet es anders oder ähnlich, aber ganz bestimmt ist es ein herrliches Gefühl! Heute ist so ein Tag, da beginnt mein “Frühlingsgefühl” das erste Mal in diesem Jahr schon ganz früh am Morgen.
Noch den Schlaf in den Augen, bilde ich mir ein, Vogelgezwitscher zu hören. Ich öffne beide Fensterflügel und lausche. Tatsächlich! Genüsslich verstecke ich mich schnell wieder unter meiner warmen Decke, genieße das wunderbare Vogelkonzert und lasse mich so von der Dämmerung in den frühen Morgen begleiten.
Als die Kirchenglocken das “Siebenuhrläuten” ansetzen, hält mich nichts mehr im Bett. Im Haus ist es noch vollkommen still. Gäste und Mitbewohner schlafen noch tief und fest. Ich schleiche mich aus dem Haus und mache eine “kleine Morgenrunde”, genieße den Blick zum Widderstein, zu den Skibergen Walmendingerhorn, Heuberg und Ifen. Kurz vor dem Nachbarhaus begegnet mir meine Katze. Nanu? Heute nicht “dahei gnäschtet” (zu Hause geschlafen)? Frühlingsgefühle auch bei der Mieze?
Die obere Schneeschicht ist gefroren, die Nacht war frostig, aber unter der noch dicken, hohen Schneedecke höre ich das Glucksen der Bächlein, die vorwitzig ins Freie drängen wollen. An einer mir bekannten Feuchtwiese entdecke ich einen schneefreien Fleck. Ich freu mich wie eine Schneekönigin, die ersten Märzenbecher spitzen aus dem Boden…
Die Sonne geht auf und beglückt mit wolkenlosem Himmel. Betten lüften und einen Kuchen backen. Sorge, dass ihn keiner isst, habe ich nicht. Irgendjemand kommt bei solch einem Kaiserwetter immer zu Besuch. Die vom vormittäglichen Schikurs heimkehrenden Gäste freuen sich ebenfalls darüber. Der dieses Jahr reichlich gefallene Schnee bietet noch beste Pistenverhältnisse bis ins Tal. Nachmittags wollen aber auch sie die warme Wintersonne auf der Brüüge oder im Liegestuhl genießen. Noch ist die sonst so gerne besetzte “alpine Hollywoodschaukel” unerreichbar im Schnee versunken.
In der Dachrinne plätschert das Schmelzwasser. Im dünnen Strahl fließt es aus der ableitenden Rinne und gräbt sich seinen unterirdischen Weiterlauf. Ein Geräusch, das mir von frühester Kindheit an ein wohliges Frühlingsgefühl vermittelt.
Mit dem Fernglas beobachte ich Tourengeher mit Guide bei der Abfahrt. Locker ziehen sie ihre Schwünge, beste Bedingungen, Firnschnee vom Allerfeinsten!
In der Garage versucht sich mein Mann beim “Wecken” der Motorräder. Diesmal erwacht nur eines zum Leben, das andere hält noch beharrlich an seinem Winterschlaf fest, da hilft auch kein noch so gutes Zureden.
Vielleicht hat es sich ja mit dem Wiesel unterhalten, das hinter dem Stadel hervorlugt. Auch das hat noch seinen weißen Winterpelz an. Alleine seine schwarze Schwanzspitze verrät das Tierchen im Schnee. Gibt’s etwa noch mal eine Fuhre von Frau Holle?
Wie dem auch sei. Jetzt kommen diese herrlichen, warmen Tage für Sonnenhungrige. Schifahrer und Spaziergänger, die es verstehen, diese ruhige und wunderbare Aus-Zeit, zwischen dem Winter und dem Erwachen der Natur zu erleben.
Ach ja, da wäre noch die Sache mit dem Hasenbraten….
Gerade wegen der „Frühlingsgefühle“ haben wir letztes Jahr drei Obstbäume gepflanzt. Ich wollte so gerne die Blüten sehen…
Sorgsam eingebunden haben sie diesen schneereichen Winter gut überstanden… bis gestern Nacht. Meister Lampe hat die aus dem Schnee ragenden Wipfel abgenagt und entrindet. Das war´s dann wohl mit meiner erhofften Frühlingsblütenfreude…
Hasenbraten gehört sicher nicht als Schlemmerei in die Fastenzeit. In diesem speziellen Fall würde ich aber gerne eine Ausnahme machen. Ein gutes Rezept habe ich mir schon ausgesucht.
weiterlesen
5 Kommentare
kommentierenLina war in meiner Kinderzeit unsere Magd, oder wie immer man das auch nennen wollte. Jedenfalls war sie für alles zuständig, wofür die Mutter gerade keine Zeit hatte. Wenn wir Pech hatten, auch für uns Kinder…
Für Lina waren Kinder ein notwendiges Übel und das ließ sie uns auch spüren. Freilich blieb diese Abneigung nicht unbeantwortet und so wussten wir uns schon zu helfen.
Ihre reichliche Körperfülle hinderte sie an so mancher Strafe und so wurde uns ein ungeschorenes Entkommen oft leicht gemacht. Hatte es uns aber doch einmal erwischt, verpasste uns Lina “Stubenarrest”. Sie sperrte uns in unserem Zimmer ein und verstaute den Schlüssel fest in ihrem Schurz.
weiterlesen
2 Kommentare
kommentieren